Zu meiner Person, meiner Ausbildung und Arbeitsweise …
Schon in meiner Grundschulzeit wusste ich, dass ich einmal Therapeutin in eigener Praxis sein möchte. Heute habe ich das große Glück, diesen Wunsch täglich zu leben. Nach der Versetzung von der Grundschule auf die Hauptschule holte ich die nötigen Schulabschlüsse nach, absolvierte eine Ausbildung im pädagogischen Bereich und arbeitete seit 2011 in unterschiedlichen Bereichen unseres Sozialsystems mit jungen Menschen und ihren Familien, die sich auf den Weg gemacht haben, ihr Leben selbstbestimmt zu führen. Später zog es mich für mein Studium der Psychologie in das schöne Köln, meine heutige Wahlheimat.
Die Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen, der Realisierbarkeit dieser und dem Entgegenstellen gesellschaftlicher Strukturen, Rollen und Ansprüchen des „Normalen“ prägten mich – und meine Arbeit in vielerlei Hinsicht. Die Frage, wo passe ich in unsere Gesellschaft und wie möchte ich wirklich sein, ist eine von vielen Sinnfragen, die wir uns regelmäßig stellen und die mich bis heute jedes Mal wieder berührt.
Weiterbildungen
Gestaltberaterin am Eichgrund Institut (DVG)
Gestalttherapeutin i.A. am Bonner Institut für Analytische Gestalttherapie
Gestaltsupervisorin am GIF i.A.
Studium der Psychologie (B.S.c.)
Heilpraktikerin für Psychotherapie ohne Bestallung, Kreis Bergstraße 2017
Kindeswohlgefährdungsfachkraft / Insoweit erfahrene Fachkraft gem. SGB VIII / KGG
Resilienztrainerin / Menschen stärken
Staatlich anerkannte Erzieherin/ Bachelor Professional im Sozialwesen
Systemische Antigewalt- und Deeskalationstrainerin (SyDeMa)
Mietglied im DVG, Deutsche Vereinigung der Gestalttherapeut:innen
Berufliche Erfahrungen
Mehrjährige Berufserfahrung in der Straffälligenhilfe
Mehrjährige Berufserfahrung in der sozialpädagogischen Familienhilfe
Kunstcoaching im wirtschaftspsychologischen Bereich, Heiling Wirtschaftsmorphologie
Tätigkeit als Psychologin B.Sc. im schulpsychologischen Dienst der Stadt Köln
Mehrjährige Berufserfahrung in Intensivwohngruppen und einer Inobhutnahme für Kinder von 0-18 Jahren
Tätigkeit als BeWo Betreuerin
Mehrjährige Berufserfahrung im Kontakt mit psychisch erkrankten Menschen und deren Lebensumfeld
6 Jahre Berufserfahrung in der Betreuung von Klein- und Kleinstkindern
Studiumsbegleitendes Praktikum im DTVG, Ausbildungsinstitut für Kinder- und Jugendtherapie, Verhaltenstherapie
Zur Arbeitsweise, dem Gestaltansatz und der inneren Haltung
Der Gestaltansatz ist im Rahmen der mordernen Psychotherapie die größte humanistische Strömung (Denkweise und Lebensauffassung, die sich auf die Menschlichkeit, Vernunft, Toleranz und Selbstbestimmung fokussiert). Wie bei vielen anderen Therapieformen handelt es sich hier um eine Gesprächstherapie, die durch Fritz und Laura Perls entwickelt wurde. Der Ansatz basiert auf der Verbindung von vier Grundprinzipien: Der existenzalistischen Philosophie nach Martin Buber mit der Ich-Du Haltung, der aus dem Zen Buddismus stammenden Theorie der ganzheitlichen Betrachtung von Organismen und dem damit folglichen Einbezug der Körpertherapie, der modernen Gestaltpsychologie und der Psychoanalyse. Dabei arbeite ich mit phänomenologischen und experimentellen Methoden und Betrachtungsweisen.
Belastungen können sich in Form von Gedanken, Gefühlen oder durch Körpersensationen äußern und werden von den Betroffenen als störend oder dysfunktional wahrgenommen. Das Ausleben der eigenen Persönlichkeit wird aufgrund der Belastungen erschwert oder verhindert. So ist es zum Beispiel möglich, das dies dazu führt das bestimmte Empfindungen ungesagt oder ungelebt bleiben und somit einem authentischen Kontakt im Weg stehen. Darum betrachtet die Gestalttherorie den Organismus immer ganzheitlich. Dies meint alle relevanten Ebenen. So ist in einem Einzelseeting die Person mit all ihren psychischen und physischen Empfindungen gemeint, in einem Unternehmen, die Interessen und Bedürfnisse aller Parteien, Arbeitnehmer, Arbeitgeber aber auch Kund:innen oder Klient:innen. Im Mittelpunkt stehen die Beziehungen der einzelnen Ebenen, gleichberechtigt und wertfrei.
Was sehen Sie? Ein Raute oder eine Ansammlung von Punkten? Die Gestaltpsychologie hat sich in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts intensiv mit der Wahrnehmung von Menschen im visuellen Kontext auseinandergesetzt und herrausgefunden, das einjeder dazu neigt sinnvolle Verbindungen zu formen. Mit unserer Psyche ist es sehr ähnlich. Wir versuchen Erfahrungen in einen sinnvollen Kontext zu setzen, oder wie es sprichwörtlich oft auch heißt, sie rund zu machen. Ist uns dies nicht möglich steigen wir aus dem Kontakt und somit aus der Erfahrung aus. Dafür Entwicklen alle Menschen kreative Anpassungen, um dies zu ermöglichen. Was bleibt ist häufig eine wahrgenommene Frustration. Wir sind unzufrieden mit dem Erlebten, da es nicht rund ist.
Wie wirkt die Gestalttherapie?
Die Gestalt wirkt über die Würdigung dessen, was und wie die Dinge sind. Heute als unangenehm empfundene Verhaltensweisen waren zu früheren Zeiten in unserem Leben kreative Anpassungsleistungen, die uns Sicherheit und Handlungsfähigkeit ermöglicht haben. Die Annahme der eigenen Person und dieser Anpassungsleistung ist ein zentrales Element der Gestalttheorie. Die Klient:innen erfahren durch den Kontakt in den Sitzungen den “guten Grund” der Anpassungsleistung und verstehen die eigenen Fähigkeiten die später die Lösungen für die eigenen Herrausforderungen sein werden. Duch diese wahrgenommene Stärke in sich, in dem eigenen Umfeld und in der gesamten Umgebung kann die Unterstützung gefunden werden die nachhaltig zur Bewältigung zukünftiger Herrausforderungen dient.
Dem Methodenreichtum sind dabei nur wenige Grenzen gesetzt. Ich selbst bediene mich aus Methoden aller theoretischen Ausrichtungen die ich erlernt habe und passe diese auf die Identität meines Gegenübers flexibel an. Dabei steht für mich immer auch ein experimentelles Arbeiten im Zentrum. Das meint das spielerische Erfahren von Verhaltensweisen, Körperbewegungen, Mimik, Gestik, Haltung, mit dem Gedachten und dem Gefühlten, mit Einstellungen oder mit Perspektivwechseln – und zwar sowohl mit dem bereits Bekannten als auch mit ganz neuen Erfahrungen. Dadurch entsteht ein intensiveres Erleben mit sich, den eigenen Mitmenschen und der eigenen Umgebung.
Die Relevanz der Beziehung
Die moderne Psychotherapieforschung hat herausgefunden, dass das Wichtigste zum guten Gelingen einer Psychotherapie die Beziehung unter allen Beteiligten ist. Ebenso trifft die Supervisionsforschung die gleichen Aussagen. Darum steht in meiner Arbeit an erster Stelle der Aufbau eines vertrauenswürdigen Miteinanders. Der Raum unabhänig von welchem Arbeitsauftrag ist immer als wertfrei, authetisch und auf Augenhöhe zu verstehen, damit sie die Unterstützung verspüren, die sie benötigen um sich ihren Herrausforderungen zu widmen. Dafür stelle ich Ihnen eine positive Fehlerkultur zur Verfügung, also eine Betrachtungsweise bei der Herausforderungen eine Chance zum Lernen und zur erweiterung der eigenen Fähigkeiten bietet.